Der Abend vor dem ersten Mai

„Ein tiefer Sinn wohnt in den alten Bräuchen.“ – Friedrich Schiller

Seit 1933 ist der erste Mai der Tag der nationalen Arbeit. Während jährlich tausende Nationalisten für Freiheit, Arbeit und Brot auf den Straßen der BRD Gesicht zeigen, verbindet uns Deutsche noch etwas anderes mit dem Datum des ersten Tages im Mai: der Vorabend, der in Deutschland auf die unterschiedlichsten Weisen zelebriert wird.

Regionalismus bestimmt diese Bräuche in ihren verschiedenen lokalen Riten und Feierlichkeiten. Alle diese regionalen Differenzen aufzuzählen wäre ein tristes Unternehmen, an dessen Ende eine Reihung von langatmigen Abweichungen stehen würde. Dennoch wollen wir im Folgenden die Bedeutung des „Tanz in den Mai“, der „Walpurgisnacht“ und entsprechender zugehöriger Bräuche und Riten einmal zusammenfassen, um die Bedeutung und das Wesen dieser Nacht zu charakterisieren.

Seit dem frühen 13. Jahrhundert sind die Geselligkeit und das völkische Miteinander des Tanzes in den Mai namhaft. In der Walpurgisnacht am 30. April beginnt der „Tanz in den Mai“. Der feierliche Volkstanz symbolisiert den Übergang der Jahre, indem der Winter des alten Jahres endet und der Frühling als Bote für das neue Jahr beginnt.
Die nächtliche Begehung der Walpurgisnacht verkörpert nicht nur einen Wechsel in den Naturgezeiten, sondern bekundete lange Zeit die Legende eines Bruchs der irdischen Welt mit mystischen Umtrieben. Traditionell dient dabei das Maifeuer als Zeichen der Vertreibung von Heimsuchungen durch Dämonen, Krankheiten und Verderben.

So bekommt auch die Walburga, als Schutzpatronin gegen Unheil und bedrohliche Erscheinungen, ihre volkstümliche Rolle zur Verteidigung vor mystischen Gefahren aller Art.
Aus dem Naturgötter-Kult des germanischen Heidentums übernommen, pflegt seit dem Hochmittelalter auch der Maibaum die Funktion eines festen Bestandteil des deutschen Brauchtums. Durch die Verbindung zur germanischen Überlieferung zieht sich die Bedeutsamkeit des (Mai-)Baumes wie die Muskulatur eines gesunden Körpers durch die Geschichte unseres Volkes. Während in vielen Landesteilen Maibäume im feierlichen Akt in der Mitte des heimischen Dorfes aufgestellt und geehrt werden, dienen anderenorts geschmückte Maibäume – oder Liebesmaien – als Zeichen eines jungen Mannes, der eine Dame umwirbt. Vom kommerziellen Irrsinn abgesehen, halten wir dieses etablierte und modern überlieferte Brauchtum für eines der letzten Achtbaren in der BRD, wenn es denn mit der nötigen Sorgfalt und Ernsthaftigkeit praktiziert wird.

Selbstverständlich muss man sich im Hinblick auf die Walpurgisnacht und den „Tanz in den Mai“ von den Gedanken und der exakten Wörtlichkeit des Aberglaubens und der Spinnerei entfernen und den traditionellen Volksfestcharakter eines solchen Brauchtums anerkennen. Der Respekt und die Achtung für die Größe und enorme Bedeutsamkeit der Natur und ihrer Beschaffenheit erfahren in der Tradition des Maifestes ihre notwendige Geltung. In den Stunden des Maitanzes, in den Minuten der klaren Nacht, in den Sekunden der besinnlichen Zusammenkunft vor dem Maifeuer, erfährt unsereins die Stärke von Gemeinschaft und innigem Zusammenhalt.

Oder um es abschließend wie CSU-Politiker Michael Glos zu sagen: „Wir wollen nicht, dass sich hier Lebensformen etablieren, die nicht Deutsche sind; die nicht unsere Bräuche pflegen.“

Gelesen bei: Revolte auf Beton

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2 Kommentare zu “Der Abend vor dem ersten Mai

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