Vom Regen in in die Traufe

 

So, es ist soweit: Frank-Walter Steinmeier wird zum Bundespräsidenten gewählt. Der GAU aller Bundespräsidenten ist noch bis zum 18. März im Amt, dann kann Schröders bester Mann übernehmen. Die Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt, hat 1260 Mitglieder, wovon einige „Prominente“ sind, zum Beispiel die alternde Schauspielerin Veronica Ferres.

Das hat Tradition und simuliert einen gewissen Einfluß des Volkes, der in Wahrheit natürlich nicht existiert. Die B- und C-Promis sind schließlich handverlesen und als Sympathisanten zuverlässige Pfötchenheber. Wir dürfen also mit einer absoluten Mehrheit im ersten Wahlgang rechnen. Immerhin, um Gauck in negativer Hinsicht zu übertreffen, muß Steinmeier sich gewaltig anstrengen.

Harald Juncker, derzeit Chef des Politbüros der EUdSSR, möchte nach nur einer Amtszeit aufhören. Ich glaube nicht, daß es der Zustand seiner Leber ist, die ihn dazu zwingt. Es dürfte eher die Aussicht auf den Zerfall der EU sein, die ihn dazu treibt. Der Brexit findet 2019 statt, also nach Ende seiner Amtszeit 2018. Wenn Geerd Wilders und Marine Le Pen ihre Ankündigungen umsetzen, verabschieden sich die Niederlande und Frankreich, zwei Gründungsmitglieder der EWG.

Die Frage ist, wie lange Italien noch bleibt. Das Land ist jederzeit für eine Regierungskrise gut, und die Banken Italiens hängen sowohl am Tropf als auch am seidenen Faden. Frankreich und die Niederlande haben den Euro als Währung, vermutlich nicht mehr lange, wenn sie die EU verlassen. Italien kann sich den Euro als Währung definitiv nicht mehr lange leisten, und Griechenland ist ohnehin ein Faß ohne Boden. Es sieht nicht gut aus für den Euro und die EU. Folglich handelt Herr Juncker nach einem deutschen Sprichwort: Die Ratte verläßt das sinkende Schiff.

Griechenland braucht im Sommer sechs Milliarden Euro, um alte Schulden zurückzuzahlen. Geld, das Griechenland natürlich nicht hat und sich leihen muß. Ein Privatmann, der alte Schulden mit neuen Schulden tilgt, gilt als Bankrott. Früher hieß das Wechselreiterei und war eine Straftat. Nun sind sechs Milliarden Euro mehr, als meine Portokasse hergibt, aber verglichen mit dem Geld, das die EZB in den letzten Monaten unters Volk geworfen hat, ist das Kleinzeug.

Trotzdem packen Schäuble und der IWF schon die Keulen aus, um auf Griechenland einzudreschen, und Griechenlands Tsipras würde dagegen am liebsten die Hopliten Spartas marschieren lassen. Jedenfalls fordern die Gläubiger weitere Zugeständnisse und die Griechen beteuern, daß sie schon auf dem letzten Loch pfeifen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Das Ende mit Schrecken oder der Schrecken ohne Ende. Solange Merkel im Spiel ist, gilt letztere Option, denn die ist die schlechteste für Griechenland, für Europa und für die deutschen Steuerzahler.

Gelesen bei: http://www.journalalternativemedien.info

 

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