Das Undenkbare denken

Germanische Hochkultur im Abendland – Betrachtungen über mögliche Ziele, Wege und Mittel

 

Worüber in den germanischen Völkern und Ländern heute Verwirrung und Unklarheit herrscht, ist die Frage nach Weg und Ziel unserer germanisch-abendländischen Welt. Was ist das Ziel unserer Entwicklung? Wie kann der Weg dorthin aussehen? Welche Mittel im Auf-bau und in der der Organisation der germanischen Gemeinwesen im Abendland müssen ins Auge gefaßt werden, um unseren Zielen dienlich zu sein?

Wenn man anerkennt, daß die germanischen Menschen, Stämme und Völker in den letzten 2000 Jahren auch jenseits des Christentums eine Entwicklung vom Einfacheren zum Komplexeren, von niedrigeren Bewußtseinsebenen zu höheren vollzogen haben, so steht man heute vor der Frage, ob wir den Höhepunkt unserer Entwicklung bereits erreicht oder gar überschritten haben, wie manche, z. B. Oswald Spengler mit seinem Titel „Untergang des Abendlandes“  anzudeuten scheinen oder ob uns noch eine Höherentwicklung bevorsteht.

Ein Blick in die Geschichte der Hochkulturen lehrt uns, daß das heutige postmoderne Bewußtseinsniveau keineswegs das höchste ist, sondern daß darüber hinaus noch weitere Ebenen geistiger Entfaltung möglich sind. Da die Entwicklung des germanischen Menschen ungebrochen über lange Zeiträume fortgedauert hat und von ihm aktiv und kontinuierlich vorangetrieben wurde, so darf man daraus schließen, daß es sich bei ihr um ein für die germanischen Abendländer essentiell wichtiges Bestreben handelt, um ein Grundbedürfnis nach Entfaltung, Wachstum, Größe, Höhe und Vollendung. Dieses Streben ist auch heute noch im germanischen Menschen lebendig und wird es auch in der Zukunft sein, so lange, bis sein Streben das Ziel erreicht, nämlich die Entfaltung und Erhöhung des germanischen Menschen in einer germanischen Hochkultur im Abendland.

Seins- und Bewußtseinsentwicklung ist zunächst eine Aufgabe des Einzelnen oder von kleinen Gruppen von Vorkämpfern, die über ihre Selbstverwirklichung einer größeren Zahl  den Weg zu höheren Seins- und Bewußtseinsebenen eröffnen und als Vorbilder und Lehrer auf die Führung und die Menschen der Volksgemeinschaft einzuwirken vermögen. (Siehe dazu auch Gottfried Hirzel: Germanisch-abendländische Seins- und Bewußtseinsentwicklung, Kaufbeuren 2015.).

Dieser Weg der Weiterentwicklung führt heute und in der Zukunft über die Stufen Selbstreflexion, Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung zu Vollendung und innerer Zufriedenheit. Selbstreflexion als die Beschäftigung mit den eigenen Bewußtseinsinhalten, welche unsere Innen- und Außenwelt gleichermaßen widerspiegeln, ermöglicht uns das Erkennen unserer Innen- wie Außenwelt als Erscheinungen unseres Bewußtseins und ist somit echte Selbsterkenntnis und Welterkenntnis in Einem. Diese Art von nüchterner Betrachtung und zur Kenntnisnahme aller Erscheinungen in unserem Bewußtsein, einschließlich unserer Potentiale, erlaubt es uns, bewußt gestaltend in unser Leben und unsere Um-und Mitwelt einzugreifen, um das zu verwirklichen, was uns auf den Leib geschrieben ist. So wird Selbsterkenntnis zu Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung bedeutet ein zur Ruhe kommen des Menschen, vollkommene Zufriedenheit und Vollendung.

Kommen wir zu den Mitteln: Selbstreflexion kann immer nur vom Einzelnen ausgeübt wer-den, von einem, der ein Bedürfnis und einen Antrieb in sich verspürt, sein Ungenügen an sich selbst zu überwinden und nach Höherem zu streben. Das ist gut so, denn dies kann niemand verbieten oder gar verhindern. Dieser Stärke sollten wir uns in der heutigen Zeit bewußt bedienen, um die gegenwärtigen, überlebten Verhältnisse zu überwinden.

Anders sieht es im öffentlichen Raum aus, wo sich heute im Germanischen Abendland alle möglichen Kräfte geltend machen möchten, auch solche, die unseren eigenen Bestrebungen feindlich gegenüber stehen. Aber so wie ein Bauer, Handwerker oder Kaufmann seine Angelegenheiten so gestaltet und ordnet, daß er Ertrag, Erfolg und Gewinn erzielt, so werden auch die germanisch-abendländischen Menschen und Länder ihre Verhältnisse so gestalten, daß ihre höchsten Bestrebungen das Ziel erreichen und sie damit Erfolg haben können. Was bedeutet dies?

Wie die römisch-christlichen Machthaber die heidnische germanische Welt in ihren Institutionen umgestaltet und ihren Bedürfnissen angepaßt haben oder so wie heute eine meist nicht germanische Minderheit von Geld- und Machtbeflissenen samt ihrem begünstigten Anhang unsere germanische Welt zum Erlangen und Erhalten ihrer Macht und ihrer Reichtümer umstrukturiert hat, so werden auch wir nicht umhin kommen, unsere Verhältnisse gemäß unserer Ziele, Bestrebungen und Bedürfnisse neu zu ordnen. Diejenigen, die sich heute zu unseren „Herren“ aufgeworfen haben (nicht durch eigene Kraft übrigens), werden unseren germanisch-abendländischen höchsten Zielen und Bestrebungen immer fremd und feindselig gegenübertreten. Dies ist logisch und zeigt sich heute in unserem tagtäglichen Leben immer deutlicher und destruktiver. Verpöbelung, Erniedrigung und Armut greifen um sich. Wann werden die Erniedrigten endlich begreifen, zu wessen Zwecken sie sich mißbrauchen lassen?

Da letztlich alle Einrichtungen des menschlichen Zusammenlebens dazu geschaffen werden, um den Zielen und höchsten Bestrebungen der Menschen dienlich zu sein und ihre Verwirklichung zu ermöglichen, so bestehen sie nicht durch sich selbst, sondern in Abhängigkeit von diesen höchsten Zielen. Alle Einrichtungen unserer germanisch-abendländischen Lebenswelt sind damit ausschließlich Mittel zur Förderung unseres Wohles und unserer höchsten Lebens-ziele. Konkret bedeutet dies, daß solche Dinge wie Verfaßung, Herrschaftsform, Staat, Gesellschaftsordnung, Kultus, Moral und individuelle und kollektive Wertschätzungen so zu gestalten wären, daß sie der Verwirklichung unseres höchsten Strebens dienlich sind. Alle diese Dinge sind in Abhängigkeit von unseren Zielen neu zu überdenken. Der heute vorherrschende Tunnelblick auf Staats- und Gesellschaftsangelegenheiten zusammen mit dem Kuschen vor angeblich sakrosankten Staats- und Gesellschaftsformen einerseits und der Tabuisierung un-erwünschter Formen andererseits muß einer wirklichkeitsgemäßen Betrachtung weichen. Wir sollten uns ausschließlich an das halten, was uns, unserem Wohl und unserer Höherentwicklung frommt.

So ist zu fragen, welche Staats- und Gesellschaftsordnungen  geeignet sind, im Germanischen Abendland die Veredelung und Höherentwicklung der Menschen zu fördern. Welche Verfaßung, welche gesellschaftlichen Einrichtungen erleichtern den geistigen Aufstieg? Welche Herrschafts- oder Regierungsform ist geeignet, das Entstehen einer germanischen Hochkultur im Abendland zu begünstigen? Niemals sollten wir aus den Augen verlieren, daß die Verfaßtheit eines Staats oder die Einrichtungen einer Gesellschaft ausschließlich in Abhängigkeit vom übergeordneten Wohl, den Bestrebungen und Zielen der betroffenen Menschen und Völker zu erfolgen haben.

Welche Ordnung in den germanischen Gemeinwesen wäre nun denkbar, um ihr höchstes Streben zu fördern? Wie könnten die germanisch-abendländischen Völkerschaften verfaßt sein, um geistiges Streben zu unterstützen? Welche Staats- und Gesellschaftsordnungen besaßen die arischen Völker in der Vergangenheit? Es ist klar, daß es nicht möglich ist, hier fertige Lösungen zu vorzustellen, denn dies kann nur durch eine Willensbekundung der germanischen Völker und Menschen selbst geschehen. Worum es im Augenblick einzig gehen kann, ist Sensibilität und Bewußtheit für die Grundbedingungen und Voraussetzungen eines auch von geistigen Werten getragenen Gemeinwesens hervorzurufen. Denn wenn sich auf Grund einer Weiterentwicklung des Bewußtseins der Menschen seine Höhe ändert, sei es nach oben oder nach unten, so folgen unausweichlich andere Bedürfnisstrukturen nach und es werden andere Formen der gesellschaftlichen Organisation erforderlich. Dies dürfte jedem einleuchten.

Wie können nun Rangordnungen von Wertschätzungen für die germanischen Gemeinschaften  aussehen? Sollen Geld und Macht die obersten Werte sein oder menschliche Vollendung, Weisheit, Leistungsfähigkeit, Heldenhaftigkeit, Gerechtigkeit und Gemeinsinn? Sollen die Vertreter von Geld und Macht über uns herrschen oder wollen wir lieber, daß weise und gerechte Regenten unsere Angelegenheiten nach unseren Vorstellungen und unserem Wohl gestalten? Verschiedene Beispiele sollen dies beleuchten: So wie das Erlangen von Weisheit einen hohen Stellenwert in den altarischen und altgermanischen Gemeinschaften hatte und von Institutionen wie den weisen Frauen, Seherinnen, Orakeln oder den Vestalinnen samt ihren gesellschaftlichen und religiösen Einrichtungen getragen waren, so wäre auch heute und in Zukunft eine Eröffnung oder Förderung von Weisheitsschulen oder Ähnlichem als gesellschaftliche Institution denkbar, möglich und auch wünschenswert, ohne daß irgendwelche Nachteile für die Gemeinwesen zu erwarten wären. Im Gegenteil wären sogar hochgradig positive Effekte möglich, wenn Weise in den Staats- und Gesellschaftsspitzen tätig würden. Auf jeden Fall blieben uns dann Pöbeleien a la Gabriel, Gauck und Konsorten erspart. Das wäre ja schon mal was! Aber im Ernst: Der überragende Nutzen von Weisen für die Lenkung von Staaten und Gemeinschaften war und ist in der Geschichte bekannt und auch anerkannt.

Als Gegensatz zu solchen Institutionen, in denen Weisheit und Bewußtsein entwickelt würde, stehen die nach der häufig gewaltsamen Christianisierung der Germanen gegründeten Klöster mit Ehelosigkeit, welche in erster Linie als Herrschafts- und Kontrollmechanismen der neuen Machthaber fungierten. Sie werden inzwischen auch wegen ihrer vielen Nachteile für das Gedeihen der Völker und Menschen als überflüssig erachtet. Besondere geistige Impulse für Leben in der heutigen Zeit gehen von den Klöstern als Institutionen  nicht aus.

Als weiteres Beispiel wären die ständischen Gesellschaftsordnungen zu nennen, in denen  Rangunterschiede der einzelnen Mitglieder in der Vergangenheit wohl zunächst über die Höhe des von ihnen erreichten Bewußtseinsstandes und damit ihrer Leistungsfähigkeit und ihres Nutzens für die Gemeinschaft zustande gekommen sind. Wohl erst später traten mit ihrer Verkrustung die Nachteile von rigiden Kastenordnungen und ständischen Gesellschaften zu Tage, welche die Rangplätze in der Gesellschaft fest mit der Geburt, dem Status der Eltern, Macht, der Zugehörigkeit zu einer Schicht, Vermögen, Beruf usw. verknüpften und nicht mehr mit der tatsächlichen Bewußtseinshöhe des Individuums und seinem sich daraus er-gebenden potentiellen Nutzen für die Gemeinschaft.

Denkbar wäre jedoch auch eine Ordnung, in der das begabte, strebsame Individuum seinen Rang und seine Aufgabe in der Gemeinschaft über schrittweisen Aufstieg und Bewährung auf der jeweiligen Ebene durch Bestätigung, Anerkennung und Wahl durch die (Volks)gemein-schaft erlangt, d. h. über die Anerkennung seiner tatsächlichen positiven Leistung für das Gemeinwesen. Damit erhielte eine ständische Gliederung der Gemeinschaft ein objektives und demokratisches Korrektiv und eine demokratische Legimitation und würde durchläßig nach oben und unten. Eine solche Verfaßtheit setzt natürlich voraus, daß die Bürger selbst zu  Rechtschaffenheit, Lauterkeit und Gemeinsinn angehalten werden und diese auch durch sich selbst zu verwirklichen trachten, wie es lange Zeit bei den Germanen und den Deutschen üblich war. Ohne diese Tugenden ist eine Höherentwicklung des Bewußtseins und ein höherer geistiger Stand ohnehin nicht denkbar.

Was heute grundlegend betrachtet und bedacht werden muß, ist, daß die Ziele und Bestrebungen der germanischen Menschen und Völker ihren Weg bestimmen und daß die einzusetzenden Mittel dem eingeschlagenen Weg angemessen sein müssen. Nur so läßt sich unser Weg erfolgreich gehen und unser Ziel wird erreichbar: Ein vollendetes Menschsein in einer germanischen Hochkultur im Abendland.

Gelesen bei: http://www.umweltundaktiv.de

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