Vom „Kampf gegen Rechts“ – oder: Den Teufel an die Wand malen

 
Es gleicht der Jagd nach einem Phantom. Kaum jemand sieht es, kaum jemand hört es, kaum jemand nimmt es wahr. Und doch nehmen seine rechtsmotivierten Schandtaten von Jahr zu Jahr zu. So jedenfalls erzählen es uns Politiker und Medien unaufhörlich, um ihren „Kampf gegen Rechts“ zu begründen, um als die Guten im Kampf gegen die dunkle Seite der Macht dazustehen. Wer will schon gern Darth Vader sein, wenn er sich als Luke Skywalker im Kampf gegen Hass und Tyrannei profilieren kann und obendrein noch so viel Zuspruch für seine Humanität erfährt? 
Es sind die „Die“ der wohlmeinenenden Gesinnungsmoralisten. Die? Na, Sie wissen schon, D I E eben! Jeder paranoid, wahnhaft Schizophrene hat welche und so auch die kollektiv Linksverwirrten unserer Gesellschaft. „Die“ existieren zwar weitestgehend nur in den Köpfen, dennoch müssen sie selbstredend real bekämpft werden.

Und weil es mittlerweile so viele von denen gibt, die an dieser Schizophrenie erkrankt sind, versichern sie sich in ihrem Paralleluniversum ständig, dass sie nicht allein sind und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter. Die verwirrten Geisterfahrer wurden auf diese Weise immer zahlreicher und stören sich auf ihrer Amokfahrt auch nicht an eindeutigen Hinweisschildern. Schließlich können sie ja unmöglich alle gleichzeitig verrückt sein und kämpfen deshalb weiterhin kollektiv gegen den unsichtbaren Feind.

Nun könnte der ein oder andere aus Mangel an realen, rechtsradikalen Feindbildern seine Wahrnehmung vielleicht doch mal hinterfragen, zumal er oder sie sich vielleicht wundert, warum man ständig von „Allahu Akbar“-rufenden, um sich schießenden, oder mit Sattelschleppern mordenden Muslimen, Pardon, Islamisten hört, aber man aus Mangel an realer, rechter Gewalt noch immer mit Jahre zuvor begangenen NSU-Taten medial konfrontiert wird. Damit das nicht geschieht und man weiter einen Feind vorweisen kann, den es zu bekämpfen gilt, nimmt man sich Leute, die man vor dem Zeitalter der Postfaktizität als mittig/konservativ eingestuft hätte und präsentiert sie als die neuen Nazis. Die Broders, Orbans, Trumps, ja sogar die Seehofers dieser Welt. Wer bayerische Gemütlichkeit, statt parasitärer Kulturbereicherer will, der kann nur Nazi sein!
Auf diese Weise mangelt es nie an zu bekämpfenden „Rechten“ und so können Stiftungen, Vereine, Gruppen und Grüppchen von hohen Instituten in Heikos Gnaden bis hinunter zum antifaschistischen Kampf für nazifreie Gender-Klos in Safe Spaces mit global fairem, lokal hergestelltem und konsequent genormtem Ökopapier noch viele Jahre lang die Ehre haben, Teil der „gerechten Sache“ zu sein, die einen mit „der richtigen Moral“ auszeichnet. Man nennt das einen Popanz. Man macht Prozessionen, beschwört den Teufel, dass er wegbleiben möge, und behält so die Kirchen und die Äbte, Kardinäle und sonstige Posten. All jene, die immer teurer und aufgeblasener werden, je besser sie den Teufel nicht nur beschreiben und erklären, sondern erspüren, ja gar mythisch antizipieren können. Welche Segnung des Herrn! 
Auch die modernste Gesellschaft braucht einfache Mythen, die die Leichtgläubigen bei der Stange halten, Bundesliga, Lottoglück und Nazis samt Antifa. Wie Volker Pispers schon sagte: „Ist der Feind bekannt, hat der Tag Struktur.“ Das ist auch der Grund, warum die Medien den Pegida-Teufel schon frühmorgens mit fröhlichem Halali aus der Flimmerkiste springen lassen. Man kann mit Grusel und Verboten prima die blökende Herde beisammenhalten und es ist obendrein ein super Geschäftsmodell, bezahlt von denen, welche noch eifrig von Montag bis Freitag und darüber hinaus im Hamsterrad der Produktivität rotieren.
Leider lässt man obendrein in seinem Wahn, alles und jeden, der vom Mainstream abweicht, als Nazi zu brandmarken, vollkommen außer Acht, dass man die wirklich, real passierten Verbrechen der Nationalsozialisten damit verharmlost und relativiert. Man stellt sie absichtlich oder unabsichtlich auf dieselbe Stufe mit heutigen Personen und Parteien, die sich für den Erhalt unserer Wertegemeinschaft und gegen Islamisierung einsetzen. 
Selbstredend sehen Schwesig, Maas und Konsorten in Linksradikalismus kein großes Problem und das, obwohl statistisch erwiesen ist, dass linksmotivierte Gewalt auf dem Vormarsch ist, die Angriffe auf Polizei und und konservative Kräfte durch diese ständig zunehmen. Warum wird hier wieder einmal mit zweierlei Maas (Achtung, Wortspiel!) gemessen? Weil man linke Gewalt toleriert, um die aufwachende Mitte einzuschüchtern. 
Auch darf man nicht vergessen, dass aus dem Block von SPD, Grünen und vor allem Linken selbst etliche eine linksradikale Vergangenheit haben und man sich deshalb natürlich noch verbunden fühlt. Hierbei sei nur an den früheren Außenminister der Grünen, Joschka Fischer, erinnert, welcher selbst in jungen Jahren an vorderster Front mit Pflastersteinen warf. Auch die Loyalität der Linken gegenüber Andrej Holm, der aufgrund seiner Stasi-Vergangenheit letztlich doch noch des öffentlichen Drucks wegen von seinem Posten des Berliner Staatssekretärs gegangen wurde, ist in diesem Kontext bemerkenswert. 
Man kann hierzu nur feststellen, dass der Marsch durch die Institutionen der 68er gelungen ist. Sie kontrollieren Politik und Medien, leider auch in Teilen die Justiz. Das Erstarken konservativer Kräfte im Ausland zeigt an den Beispielen Trump, Brexit, LePen, um nur einige zu nennen, dass eine Trendwende erfolgt ist. Nur, wann erfolgt sie in Deutschland? Erst wieder, wenn es zu spät ist?
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