Facebook – Das schwarze Loch im Universum des „Widerstands“

(Chefin: In meiner Welt existiert JB gar nicht, erfolgreich boykottiere ich es von Anfang an und weiß somit eigentlich gar nicht was genau da vor sich geht, dürfte aber ähnlich dem anderer sozialer Plattformen (was das mit sozial zu tun haben soll, enzieht sich mir…) sein und damit geb ich dem Verfasser uneingeschränkt Recht! Ich hätte es auch gern anders, aber das Zeitalter „Wunschkonzert“ ist vorbei.)

Ja, der Herr Maas und seine IM Victoria (Frau Kahane) haben es schwer. Dem antiken Dauerarbeiter Sisyphus gleich versuchen sie, gestützt von des Steuerzahlers Geld und einer nicht genau bekannten Anzahl gesinnungstreuer Mitstreiter, gegen sogenannte „Hate-Speech-Postings“ und neuerdings auch gegen „Fake News“ vorzugehen. (Die „Verdenglischung“ der Deutschen Sprache ist furchtbar und unnötig!)

Unterstützung dabei gibts jetzt auch lautstark vom Bundestagspräsidenten Lammert, aber auch die Regierungskoalition insgesamt scheint sich einig darüber zu sein, demnächst die Daumenschrauben beim aufmüpfigen  Souverän des „freiesten Deutschland, was es jemals gegeben hat“, weiter anzuziehen.

Facebook und Twitter sind ins Visier geraten, denn dort tummeln sich die meisten Widerspenstigen, die es zu disziplinieren gilt. Doch was passiert auf den „sozialen“ Netzwerken tatsächlich?

Natürlich bin ich selbst „User“ (wenn man „Nutzer“ sagt, gilt man als „uncool“!), und natürlich bin/war ich Mitglied zahlreicher Facebook-Gruppen, auch solcher, auf die es Maas, Kahane und Co abgesehen haben. Die Gruppen tragen dann Namen wie „Die Patrioten“, „Deutschland macht den Mund auf“, „Deutschland von amour“ und und und.

Viele dieser Gruppen sind „geschlossene“ Gruppen, man wird nur nach Anfrage aufgenommen und wird von den Admins zunächst unter die Lupe genommen. Es könnte ja sein, man ist ein verkappter Denunziant oder Störer, der der Antifa nahesteht und Böses im Schilde führt. In manchen Gruppen werden Beiträge nur nach Sichtung durch Admins freigeschaltet, man bemüht sich, den Drohungen der Volksvertreter von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Einige dieser Gruppen erreichen mittlerweile beachtlich Mitgliedszahlen. Da tummeln sich zuweilen zwischen 12.000 und 20.000 Mitglieder. Man könnte annehmen, dass sich dort was „Fürchterliches“ zusammenbraut, zumindest aus Sicht unserer Obrigkeit. Der Aktionismus in Sachen „Hate-Speech“ und „Fake News“ spricht jedenfalls dafür.

Doch was passiert tatsächlich in diesen Horten des Widerstandes? Ich sage es Ihnen: NICHTS ! Ups, wie das? Es ist ganz einfach erklärt: Man postet sich tagein tagaus Meldungen, Artikel und Bildchen von Karikaturen hin und her. Dabei fällt auch auf, dass es immer wieder die gleichen Personen sind, die ganz fleissig versuchen, Informationsarbeit zu leisten. Bei einer Gruppe mit ca. 12.000 Mitgliedern habe ich nicht einmal 200 solche Aktivisten ausmachen können.

Den Nutzer überwältigt permanent eine Flut der gleichen Geschichten aus allen Ecken. Auf meinem Stream bei Facebook sah ich heute zumeist nur Beiträge zum Tod von Udo Ulfkotte und zum Austritt von Erika Steinbach aus der CDU. Der Rest waren aber auch nur Meldungen, die ich zum Grossteil bereits aus meiner morgendlichen Internet-Lektüre kannte. Ab und an wird auch ein durchaus sinnreicher Text eines Nutzers gepostet, aber solche Ausnahmen gehen im Grunde meist unter. Die Anzahl der „likes“ und die Angaben, wie oft der Beitrag geteilt wurde, beides unter den Beiträgen sichtbar, zeigt, wie gering die Resonanz teilweise ist.

Aufrufe zu Aktionen, Teilnahme an Demos und Ähnliches werden genauso konsequent ignoriert wie wertvolle Beiträge zu Hintergrundinformationen. Skandälchen, wie zum Beispiel das Zerwürfnis zwischen PeGiDa und Tatjana Festerling, erfreuen sich da schon größerer Aufmerksamkeit. Die meiste Zustimmung finden, wie im richtigen Leben auch, Gaga-Beiträge. Selbst Duschungel-Camp und Promi-Klatsch scheint unter „Patrioten“ und „Widerstands-kämpfern“ beliebter, als aktuelle Ereignisse und Meinungen zum Zustand der Bunten Republik.

Optimistisch, wie ich manchmal bin, hab ich mehrfach versucht, „Schwung“ in solche Gruppen zu bringen. Das war vergebene Liebesmüh, in manchen Gruppen von den Gründern auch nicht wirklich gewollt. Denen kam es eher darauf an, ihr eigenes Ego zu stärken und sich dort die Aufmerksamkeit zu holen, die sie im realen Leben offensichtlich vermissen. Wirkliche Aktivität oder Aufrufe zu solchen waren unerwünscht. Nur ganz wenige Gruppierungen schaffen es, den Weg vom Gelaber hin zu wirklichen Aktionen zu finden.

Fazit: Facebook entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein Netzwerk, in dem viel gelabert wird, aber nicht wirklich etwas geschieht. Es entpuppt sich als ein Platz, auf dem viele ihre Enttäuschung, ihren Frust und ihre Ängste parken. Es entpuppt sich als ein Ort, an dem sich „Möchtegern-Patrioten“ von der Couch aus das Gefühl verschaffen können, etwas für den Widerstand gegen all den Wahnsinn, der derzeit in Deutschland stattfindet getan zu haben, ohne wirklich den Hintern heben zu müssen.

Und mehr wird dort auch nicht passieren. Leider.

Viele haben auch resigniert, haben begriffen, dass es sich bei Facebook um die größte Schwatzbude der Welt handelt. Und diese Schwatzbude treibt den Mächtigen im Lande die Schweissperlen derart auf die Stirn, dass sie hart daran arbeiten, den Geschwätzigen den Garaus zu machen.

Ein sehr aktiver Facebook-Nutzer, Egon Dombrowski, der täglich seine Anhängerschaft mit derart vielen Informationen versorgt, dass sogar „ZDF Zoom“ über ihn berichtete, brachte es neulich auf den Punkt. Er schrieb: „Die CDU/CSU, SPD, FDP, Linke und Grünen möchten die Leute im Internet mundtot machen und drohen mit Strafen. Tut es doch, dann werdet Ihr den Sturm, der im Internet herrscht, auf die Straße bringen! An Eurer Stelle würde ich mir das überlegen!“

Ja, genau so ist es. Aber die Angst und die Wut der Politschranzen scheint mittlerweile so groß, dass sie in ihrer Aufgeregtheit nicht in der Lage sind, das zu erkennen.

Das wirklich Bedauerliche für mich ist aber, dass offensichtlich wohl noch nicht mal die Anhängerschar von Egon Dombrowski begriffen hat, was der Umkehrschluss aus seinen Worten bedeutet.

So werden sie sich weiter in ihren „patriotischen und aufmüpfigen“ Scheinaktivitäten suhlen, verbunden mit dem Gefühl, wirklich etwas für die notwendigen Veränderungen im Lande getan zu haben.

Schwatzbude eben. Facebook saugt die Energie des Widerstandes auf wie ein schwarzes Loch.

Gelesen bei: http://klapsmuehle-online.de

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6 Kommentare zu “Facebook – Das schwarze Loch im Universum des „Widerstands“

  1. Und deswegen bin ich weder in det einen noch in der anderen Schwatzbude die sich soziale Netzewerke schimpfen.Ich bin für das reale,mit Menschen reden und übermitteln was die Medien verschweigen, als Beispiel.Die Menschen reagieren und Verhalten sich ganz anders wenn man ihnen gegenüber steht/sitzt als in der annonymität des I.-net!

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