Unbelehrbare Denunzianten

Sie begreifen es einfach nicht. Erst hat sich ein Möchtegern-Stratege namens Gerald Hensel mit einer grandios gescheiterten Denunziationskampagne blamiert, als er unter dem Segel der Werbeagentur Scholz & Friends, die mittlerweile nicht mehr sein Arbeitgeber ist, Firmen dazu nötigen wollte, mißliebigen Netzpublikationen die Internet-Werbeeinnahmen zu entziehen.

Dann der Neu-Sozi und Ex-„Pirat“ Christopher Lauer, der in der „Nafri“-Debatte kleinlaut den Schwanz einziehen mußte, nachdem er versucht hatte, einen über die „Rassismus“-Ausfälle gegen die Kölner Polizei verärgerten Bürger öffentlich hinzuhängen und um seinen Job zu bringen.

Dann war da noch die kläglich in die Hose gegangene Boykott-Aktion gegen Henryk M. Broders Blog „Achse des Guten“ und der nur halb geglückte Frontalangriff auf Roland Tichy, der sich zwar genötigt sah, die Herausgeberschaft von „Xing News“ niederzulegen, dafür aber noch mehr Zuspruch auf seinem Blog „Tichys Einblick“ erhält. Hinter der Aktion, verrät Bloggerin Ines Laufer, steckte auch wieder ein in Wahlkampf-Panik geratener Sozi.

Und jetzt also Saskia Esken, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg, die scheinbar in Berlin auch nichts Besseres zu tun hat, als im Netz rumzuwühlen, wo man noch Andersdenkende denunzieren und schädigen könnte.

Automatisch generierte Werbung von „airberlin“ wird beim millionenfach geklickten US-Nachrichtenportal „Breitbart News“ geschaltet? Das geht gar nicht, befand Möchtegern-Zensorin Saskia und ermunterte das Unternehmen mit der PC-Peitsche, seine Werbeeinblendungen auf dieser „Neonazi-Website“ gefälligst abzustellen.

Worauf sich ihre tiefschürfende Analyse gründet, bleibt offen. „Breitbart“ ist zweifellos rechtskonservativ verortet und macht aus seiner Sympathie für Bald-Präsident Donald Trump keinen Hehl – aber „neonazi“? Schwamm drüber, rechts ist böse, Trump ist auch böse, „nazi“ ist ultimativ böse, paßt also schon irgendwie.

Und weil ein Narr selten allein daherkommt, schaltete sich gleich noch ein Berufsdenunziant namens Rainer Faus ein, der sich allenthalben als „Wahlkampf“-, „Kampagnen“- und „Strategie-Berater“ anbietet, und quengelte, er habe „Breitbart“ schon vor einem Monat bei Air Berlin angeschwärzt, und noch immer sei nichts geschehen.

Hui, da sprangen die Helden von airberlin aber ins Achtung und meldeten sofort Vollzug. Und die JUNGE FREIHEIT, verlautet es übereifrig von der kriselnden Fluglinie, die auf konservative Kunden offenbar keinen so großen Wert legt, habe man übrigens auch schon geblockt. Man ist also eigentlich einer von den ganz Guten.

Ob da auch die wackere Saskia nachgeholfen hat? Vielleicht gar von ihrem Bundestagsbüro aus? Fragen kann man, Antworten gibt’s keine.

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