Der Lösch-Zensor wütet sich bei YouTube durch

Gefängnis-Planet: In der Hektik des Tages fällt es normalen KonsumEnten kaum mehr auf, wenn mal wieder eine der unendlichen Seiten aus dem Netz auf nimmer wiedersehen verschieden ist. Auch nicht, sofern in den großen sozialen Netzwerken ein partieller Inhalt mal so eben spurlos verschwindet. Entscheidend ist doch, dass die gute Stube stets gründlich gefegt und mental fein sauber erscheint. Das muss vornehmlich für Inhalte gelten, die bislang eher als kritisch eingestuft wurden und die sich vielfach recht ruppig mit dem aktuellen System auseinandersetzten.

Es gibt aber Momente, in denen fällt es einem dann doch wie Schuppen von den Augen. Das ist besonders dann der Fall, wenn man automatisierte Werkzeuge nutzt, die fortwährend die Gültigkeit bzw. Fehlerfreiheit von Links in einem Blog überprüfen. Dann steht man eines Morgens bedeppert da und dem Blog fehlen auf einen Schlag mal rund 40 verlinkte Filme.

Neben dem, dass es enorme Arbeit macht für die fehlenden Filme den passenden Ersatz zu finden, beschädigt sich YouTube mit solchen Massen-Lösch-Aktionen selbst. Aber in der Position kann man sich das scheinbar erlauben.

Glaubwürdiger werden sie womöglich nur gegenüber den Regierungen, nicht jedoch gegenüber den Nutzern. Aber wir alle wissen, auf die Nutzer kommt es im eigentlichen Sinne nicht an und demzufolge scheint die vorauseilende Meinungshygiene bei solchen Konzernen knallhart zu dominieren.

Rechts einfach mal in Listenform die Ausbeute eines solchen Lösch-Tages bei Youtube, nur auf qpress verlinkte Inhalte betreffend. Das führende “https:” haben wir aus der Liste entfernt, um dieselben Links nicht bei zukünftigen, automatischen Prüfungen weiterhin als “fehlerhaft” serviert zu bekommen.

Alles in allem darf man aus solchen Aktionen schließen, dass die Selbstzensur der sozialen Medien, wie hier bei Youtube, schon recht weit fortgeschritten ist und bestens funktioniert. Derzeit ist die Politik parallel damit befasst, weiter auf solche Unternehmen einzuwirken, um genau dieses Ziel zu erreichen, bevor man mit harten gesetzlichen Regelungen eine von oben verordnete Meinungshygiene all zu augenfällig durchsetzen muss.

Zur besseren Orientierung wollen wir noch ein grundsätzliches Wort zum neuen Verständnis von Meinungsfreiheit verlieren. Insbesondere in den 70er, 80er und auch noch Anfang der 90er Jahre galt: „Jeder kann einfach sagen was er denkt“. Neuerdings sollte man sich hier lieber auf eine klitzekleine Modifikation einrichten, wonach jeder jetzt das ungehindert denken darf, was von oben angesagt wird.

Noch korrekter wäre vermutlich die Definition, dass sich das Volk doch befleißigen möchte, den seligen Zustand der absoluten “Meinungsfreiheit” zu erlangen. Angeblich soll das hervorragend durch ebenso ultimative Enthaltung im Denken funktionieren. Um diesen Zustand auch wirklich zu erreichen ist es mit Sicherheit förderlich bestimmte Inhalte auch bei YouTube konsequent aus dem Angebot zu löschen.

Deshalb rechnen wir stark damit, dass gerade die großen Anbieter der “Sozialen Netzwerke” sich hinter ihrem “sozial” verbarrikadieren werden, um ja nicht vor ihren Aktionären strammstehen zu müssen. Lieber geht man still und leise hin und bügelt die Inhalte “politisch korrekt” im Hintergrund so, dass keine politische Führungsfigur Grund zur Klage hat. Sicher werden sie auf lange Sicht auch gut mit dem “Abwehrzentrum gegen Desinformation” … [N-TV] harmonieren. Das neue Sicherheits-Motto dürfte lauten: “Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig gelöscht“, schließlich spart das auch noch Speicherplatz.

Gelesen bei: https://brd-schwindel.org

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