Zwölf Tote und keine politischen Konsequenzen?

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt macht mich nicht fassungslos, sondern wütend.

Nach den Attentaten von Paris und Brüssel war es nur eine Frage der Zeit, wann die Feinde unserer offenen Gesellschaft auch bei uns zuschlagen würden. Als die Anschlagsserie begann, taten Politik und Medien alles, um der Realität nicht ins Auge sehen zu müssen und der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen.

– Über das Münchner Attentat wurde verbreitet, dass es sich um einen depressiven Einzeltäter handelte, der sich den Massenmord von Winnenden zum Vorbild genommen hätte. Das der Täter während des Mordens im McDonalds Allahu Akbar gerufen hatte, war nur eine Randnotiz in den deutschen Medien.

– Der Axt-Attentäter im Zug bei Würzburg wurde erschossen, so dass sich weitere öffentliche Nachforschungen erübrigten.

– Der verhinderte Attentäter von Chemnitz nahm sich in der Haftanstalt das Leben, so dass sein Fall ad acta gelegt werden konnte.

– Der Mörder und Vergewaltiger von Freiburg, ein angeblicher Minderjähriger, der schon vor zwei Jahren in Griechenland wegen versuchten Mordes verurteilt worden war, wurde von der Regierung Tsipras im Zuge einer Amnestie freigelassen. Er kam anschließend unbehelligt nach Deutschland, wo er von einer Familie aufgenommen wurde.

In allen Fällen Beschwichtigungen, ohne dass politische Konesequenzen gezogen worden wären. Auch diesmal scheint die Politik entschlossen, ihren Kurs nicht zu ändern.

Sie signalisiert keine Bereitschaft, endlich die Grenzen für Menschen ohne Ausweispapiere zu schließen, oder festzustellen, wer sich hinter den Personen ohne oder mit gefälschten Pässen verbirgt.

Der BDK-Chef hält neue Gesetze für nicht erforderlich.

„In erster Linie müssen wir die bestehenden Gesetze konsequent umsetzen“, erklärte er. „Dafür fehlen uns aber oftmals schlicht die notwendigen Mitarbeiter, die auch noch entsprechend qualifiziert sein müssen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Kommunikation von Tatverdächtigen und sogenannten Gefährdern. Wir haben auf dem Gebiet technisch wie rechtlich blinde Flecken. Und die Frage ist, ob wir diese sehenden Auges als Gesellschaft so akzeptieren wollen.“

Mit Anschlägen werde nämlich „auch weiterhin zu rechnen sein!

Es war keine Frage ob, sondern nur wann es in Deutschland zu einem Anschlag kommen würde. Je weiter der so genannte Islamische Staat in Syrien zurückgedrängt wird, desto intensiver kommt es zu Aufrufen an die IS-Anhänger in Europa.

Deutschland bleibt weit offen für Terroristen, aber wir sollen keine Angst haben.

Das ist die Botschaft der Politik und der Grund für meine Wut.

Gelesen bei: http://alpenschau.com

2 thoughts on “Zwölf Tote und keine politischen Konsequenzen?

  1. Ich habe mich geärgert, dass es ein solches Versagen seitens der Sicherheitsverantwortlichen geben kann, dass ich eine Mail an Merkel, die Parteien (CDU, SPD) und den Bundesgeneralstaatsanwalt geschickt habe.

    Diese hier gerne in Kopie – ob ich eine konkrete Antwort erhalte ist fraglich.

    Hallo Frau Bundeskanzlerin Merkel.

    Gestern, am 19. Dezember 2016, hat sich ein schreckliches Ereignis auf einem Berliner Weihnachtsmarkt abgespielt.

    Mich würde es sehr interessieren, wie es überhaupt sein kann, dass ein Irrer mit einem LKW auf einen Weihnachtsmarkt unserer Hauptstadt (!) gelangen kann.

    Explizit nach dem Vorfall in Nizza welcher ja hervorragend als Blaupause heran genommen werden kann.

    Aus solchen Ereignissen muss (!) man lernen – Frankreich hat dies getan und schützt Ihre Bürger.

    In einer kleinen Grenzstadt zu Deutschland in Weißenbourg werden auf den Zuwegen zum Markt Panzerkreuze aufgestellt, Besucher dürfen ihre Taschen öffnen und werden kontrolliert, es befinden sich gut sichtbare Sicherheitskräfte vor Ort mit zum Teil Sturmgewehren (Famas) in vorhalte.

    Der Rettungsweg zum Markt ist mit schwerem, mobilem Gerät gesichert.

    Und wir Deutsche schaffen es nicht einen Hauptstadt-Weihnachtsmarkt zu sichern?

    Da hat jemand seine Fürsorgepflicht aber ganz böse verletzt – ich erwarte an der Stelle, dass dieser Verantwortliche entsprechende Konsequenzen erfahren wird.

    Denn die Toten in Berlin könnten heute noch leben und die vielen Verletzten müssten nicht verletzt sein!

    Oder hat unsere Regierung nur noch Geld für andere wie Griechenland, Türkei, Mali Einsätze, (Wirtschafts-)Flüchtlingskrise und kein Geld um wenigstens die Sicherheit der eigenen Bürger zu gewährleisten?

    Ich darf den künftigen Präsidenten der USA Donald Trump zitieren:

    „America first“. Und Recht hat er.

    Wir müssten endlich auch sagen:

    „Germany first“. Und wenn danach noch Mittel übrig bleiben können wir damit gerne Gutes tun – mit dem, was übrig ist. Denn sonst schaffen wir das nicht!

    Ich habe Null Verständnis dafür, dass Milliarden unserer Steuergelder nach Griechenland fließen, eine Türkei mit 5 Milliarden € subventioniert wird – obwohl sie sich zu einer Diktatur mausert (einen Hitler kann es nicht nur in Deutschland geben), dass wir zig Millionen € für einen militärischen Mali-Einsatz aufwenden (was machen wir eigentlich bitte in Mali?) und für Wirtschaftsflüchtlingen – und nichts anderes sind diese Menschen – ebefalls Milliarden aufwenden und dann nicht genug Geld über haben um unsere eigenen Leute zu schützen!

    Dann wäre das Massaker in Berlin nicht geschehen. Das hätte verhindert werden können.

    Warum müssen wir bitte für Menschen, die mehrere sichere Länder durchqueren, Tür und Tor öffnen? Ohne sie ausreichend zu überprüfen? Wenn unsere Kapazitäten hier erschöpft sind, müssen diese Menschen in ein anderes Land.

    Wir stellen gerade einmal 1% der Weltbevölkerung und haben die meisten Flüchtlinge aufgenommen.

    In Syrien herrscht kein Krieg – es sind kriegsähnliche Zustände in den Metropolen – in weiten Teilen ist es ruhig und sicher – und das wissen Sie!

    Wer steht für die verlorenen Milliarden an Steuergelder gerade, die wir hier sinnfrei aus dem Fenster werfen?

    Wer verantwortet die Toten und Verletzten in Berlin?

    Man bekommt Deutschland noch klein – der 1. WW hat es nicht geschafft, der 2. WW ebenso wenig. Das Einführen der Bezeichnung „Made in West-Germany“ auch nicht. Die Bildung einer EU ebenso nicht. Vielleicht schafft man es ja durch die Flüchtlingswelle.

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