Zurück zum Heidentum

Europa droht aktuell im Würgegriff des Islam zu ersticken. Und das erst wenige Jahrzehnte, nachdem man sich aus den Fesseln des Christentums befreien konnte, die uns davor Jahrhunderte der Unterdrückung bescherten. Doch keine dieser Wüstenreligionen gehört streng genommen zu Europa – ursprünglich hingen die Menschen hier heidnischen Kulten an.

Wäre eine Rückkehr zum Ursprung da nicht ein logischer Schritt?

Ob Kelten oder Germanen, Griechen oder Römer, Slawen oder Wikinger – all diese urtümlichen, europäischen Volksstämme hatten ihre eigene, reichhaltige Götterwelt, ihre eigenen Mythen und Rituale. Stonehenge ist nur das berühmteste, steingewordene Beispiel für diese reiche, mythologische Vergangenheit; über den ganzen Kontinent verteilt finden sich jedoch ähnliche Steinkreise, Menhire oder gar Pyramiden. Als Kraftplätze galten bei den naturverbundenen Heiden auch „tausendjährige“ Eichen, Quellen und Flüsse, Lichtungen, besondere Steinformationen und vieles mehr; sie benötigten keine Kirchen und Tempel, ihre Kathedrale war die Natur.

Genaues über die Spiritualität unserer Urahnen ist wenig bis gar nicht überliefert – hier hat das Christentum mit seinem beinahe zwei Jahrtausende währenden Wüten ganze Arbeit geleistet. Die europäische Urbevölkerung wurde so lange, brutal und konsequent geistig unterdrückt, dass beinahe sämtliche Wurzeln dieses spirituellen Ursprungs verloren gingen. Selbst wenn man wollte, fiele es schwer, die Rituale und Traditionen der Ahnen nachzuvollziehen. Das scheint eine Spezialität der monotheistischen Religionen zu sein: Sie sind totalitär, dulden keine anderen weltanschaulichen Modelle neben sich.

Dass aktuell gerade das einst so strikt intolerante Christentum sich in Demut und Unterwerfung übt, muss wohl mit Ignoranz und Dekadenz erklärt werden, die nach fast zwei Jahrtausenden absoluter Dominanz von der Kirche Besitz ergriffen haben. Wie dereinst die wohlstandsverwahrlosten Römer sich nach und nach christlichen Fanatikern unterwarfen, genau so sinken heutzutage die fett, faul und schwach gewordenen Christen vor islamischen Fundamentalisten auf die Knie. Vielleicht erinnert sie aber auch nur das heiß glühende Funkeln des Fanatismus in den Augen der Islamisten an die eigene, glorreiche Vergangenheit als Scharfrichter im Namen Gottes.

Wären Exzesse wie die Kreuzzüge und die Inquisition auch vorstellbar gewesen, wenn sich das Christentum in Europa nicht durchgesetzt hätte? Braucht es vielleicht gar zwingend die Vorstellung des einen, alleinigen Gottes, um Andersgläubige mit Feuer und Schwert zu bekehren? Immerhin wissen wir, dass weder bei den Hindus (mit unendlich vielen Göttern) noch bei den Buddhisten (gar kein Gott) Missionierung, Bekehrung und Unterwerfung auch nur annähernd so eifrig betrieben werden wie bei den abrahamitischen Kulten. Auch schamanistische Kulturen und Naturreligionen neigen generell eher dazu, Andersgläubigen mit Neugier und Toleranz zu begegnen statt mit dem fanatischen Eifer eines Missionars. Weiters sind aus dem vorchristlichen Europa auch keine reinen Glaubenskriege bekannt – unterschiedliche Kulte existierten nebeneinander, keiner stellte den Anspruch auf Absolutismus und schon gar nicht wäre es den Leuten eingefallen, sich gegenseitig im Namen ihrer Götter abzuschlachten.

Eine Weltanschauung, die von Vertretern eines Wüstenvolkes geprägt wurde, wird immer auch die Härten eines Lebens in der Wüste mit sich tragen. Sie versprechen dem Menschen Trost in einem imaginären Jenseits, um sie über ihr karges Leben hinwegzutrösten. Diese Aussicht auf eine Belohnung nach dem Tod macht es einem leicht, sich im Diesseits recht rücksichtslos aufzuführen – sowohl was die Mitmenschen als auch was die Umwelt betrifft. Vielleicht hatten es genau deshalb die Wüstenreligionen so leicht, sich über die Welt zu verbreiten – sie verlangen ihren Jüngern kein nachhaltiges Denken ab.

Glaubt man hingegen an Wiedergeburt, Karma oder gar den großen Geist der Natur, so fördert das ein ganz anderes Verständnis von Gesellschaft und Umwelt – Glaubenssysteme, die auch eher Sinn machten in Gegenden, in denen das Überleben mehr von Geschick und Planung denn von Glück und Kampfgeschick abhing.

Doch gibt es überhaupt einen Weg zurück? Gewiss, die vielen Esoterik-Ratgeber, die auf dem Markt kursieren, machen es einem leicht, sich seine eigene Version eines New-Age-Schickimicki-Heidentums zusammenzuzimmern. Wenn man sich in gewisse „nordischen“ oder „Wicca“-Zirkel hinein begibt, bekommt man es unweigerlich mit Spinnern zu tun, dass einem schier die Haare zu Berge stehen. Das Bedürfnis nach dieser Art der Spiritualität ist ja da, aber gibt es wirklich noch ernstzunehmende, spirituelle Lehrer dieser Denkschulen?

Vereinzelt gibt es sie gewiss noch, wenn auch wohl eher in nördlicheren Breitengraden. Die Isländer haben sich mit ihren Trollen und Feen einen Teil dieser Vergangenheit lebendig gehalten, auch im hohen Norden Skandinaviens haben Bruchstücke dieses Wissens überdauert. Doch es wird wohl eine Aufgabe für Generationen sein, die alten Wurzeln Stück für Stück wieder freizulegen.

Gelesen bei: http://brd-schwindel.org

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