Ja, das „D“ ist in Stein gemeißelt . . !

Das Riesengebirge ist heute das höchste Gebirge Tschechiens sowie Schlesiens.
Es erstreckt sich an der Grenze zwischen Polen/Tschechien und erreicht in der Schneekoppe eine Höhe von 1602 m.

Als höchster Teil der Sudeten ist das Riesengebirge das höchste Gebiet der Mittelgebirgsschwelle.
Es überragt den Schwarzwald um mehr als 100 m und war damit bis 1945 das höchste Mittelgebirge im Deutschen Reich.

Ein Grenzstein im Riesengebirge. . .das „D“ ist in Stein gemeißelt

Das folgende Bild zeigt einen Grenzstein zwischen Tschechien und Polen.
Bei genauer Betrachtung erkennt man unter der weißen Tünche noch das eingemeißelte „D“ für Deutschland.

riesen-grenzweg

Auf dem tschechisch/polnischen Grenzweg sind noch die alten (deutschen) Grenzsteine zu sehen.
Die zunehmend tabuisierte Problematik der Ostgebiete des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und die private Eigentumslage an den Grundstücken, behandelt Prof. Karl Albrecht Schachtschneider -hier!

Ja, das „D“ ist in Stein gemeißelt und das „P“ nur darüber gemalt. Das könnte man symbolisch deuten, aber das nützt uns wenig.
Nicht einmal bei den Feiern zur Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden wurde an die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie erinnert. Als Wiedervereinigung Deutschlands gilt – politisch korrekt – die Zusammenführung der Ex-DDR mit der Bundesrepublik. 

Peinlicher Eiertanz

Um die Abtrennung der deutschen Ostgebiete führte man einen skurrilen Eiertanz auf. Geplant war sie schon frühzeitig, wie man etwa aus einer Denkschrift Oberst Becks im Jahre 1932 weiß. 1945 war es dann so weit. Zwar versuchte man noch den Schein zu wahren und gab vor, die Ostgebiete nur unter „vorläufige polnische Verwaltung“ zu stellen. Was aber gemeint war, sah man an den Vertreibungen der Deutschen. Zum Plan gehört auch die Verweigerung eines Friedensvertrages, denn dann müsste man auch über das Völkerrecht sprechen. Und seit man die wirklichen Täter von Katyn wieder nennen darf, fehlt auch ein wichtiges moralisches Argument. Es wäre Zeit, sich des IMT-Chefanklägers Jackson zu erinnern, der 1945 lautstark verkündete: „Friedenssicherung durch das Recht“.

Westverschiebung

Zu peinlichen Verbiegungen der Wahrheit kam es auch bei der Behauptung, die deutschen Ostgebiete seien der Ersatz für die polnischen Abtretungen im Osten. Dort haben sich die Sowjets 1945 aber nur zurückgeholt, was ihnen 1921 geraubt worden war.
Diesem Flächenschacher liegt die Vorstellung zugrunde, je mehr Land, desto einflussreicher.
Aber Deutschland ging es nie besser als in den 1980er-Jahren, als es geographisch das „kleinste jemals existierende Deutschland“ war. Polen hingegen hängt trotz imposanter geographischer Ausdehnung am Tropf der EU, was sich unschwer an den blauen Schildern an vielen polnischen Baustellen ablesen lässt. Reisende sagen, dass diese Schilder schon fast zum Landschaftsbild Polens gehören (Spiegel, 41/2016, S. 130). Auch verlassen viele Polen ihr nun so großes Vaterland scharenweise und bleiben in Großbritannien oder sogar im geschrumpften Deutschland.

Bedeutung von Grenzen

Die Menschheit kennt Grenzen, solange man zurückdenken kann. Zu erinnern ist an die Chinesische Mauer oder den Limes. Ins andere Extrem fallen die Globalisierer. Ihnen ist vermutlich nicht bewusst, dass Grenzen auch helfen, kulturelle Vielfalt und Buntheit zu bewahren.

Grenzen sollten also sein. Im 20. und 21. Jahrhundert sollte aber auch beachtet werden, dass ihre Änderung nur nach Volksabstimmung möglich ist. Das aber fällt vielen noch schwer, wie Deutschland leidvoll erfahren musste.

Gelesen bei: https://lupocattivoblog.com

2 thoughts on “Ja, das „D“ ist in Stein gemeißelt . . !

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