Markenzeichen „Dresdner Demonstration“

demokratie-diktatur

Von Klaus Barnstedt

Wie der „Dresdner Stollen“ eine geschützte Bezeichnung ist, so hat auch der Ausdruck „Dresdner Demonstration“ gute Aussichten, ein Markenzeichen zu werden. Er könnte als feststehender, positiv besetzter Begriff in die Geschichte Deutschlands eingehen. „Dresdner Demonstration“ steht ab sofort für einen grundgesetzlich erlaubten, in jeder Hinsicht legitimen Protest, der mit vereinten Kräften von Politikern und ihren staatstreuen Berichterstattern widersinnig diffamiert wurde.

Ist es statthaft, demokratisch und moralisch vertretbar, gewaltfrei Demonstrierenden von höchster Stelle aus – mit Hilfe einer sie begleitenden Berichterstattung – den Makel des äußerst Unseriösen anzuhängen? Vorgestern wurde am Nationalfeiertag nicht gegen bestimmte Verhältnisse protestiert, nein, es wurde „gepöbelt“. Nicht Bürger und das Volk waren auf der Straße, sondern der Pöbel, das Pack, das seinem „brutale(n) Hass“ freien Lauf lässt (Claudia Roth aus der Künaxt-Partei mit wahrheitswidriger, inflationärer Übertreibung).

Die Etablierten der 68er-Generation

Wurde von den 68ern und deren geistigen Nachfolgern nicht ständig munter dazu aufgerufen:

„Lasst euch nicht alles gefallen, seid mutig und weist auf eure Probleme hin! Empört euch, geht auf die Straße, macht von eurem Demonstrationsrecht Gebrauch! Bietet den Herrschenden die Stirn und wehret den Anfängen!“

Genau diesen Anweisungen gemäß hat sich ein Teil der Dresdner Bürger vorgestern verhalten. Mit Sprechchören und Pfeifkonzerten haben etliche Tausend ihren Unmut gegenüber denen gezeigt, die das Land verantwortungslos herunterwirtschaften, die die Lebensumstände und –aussichten der angestammten Bewohner verschlechtern, und zwar durch landesweit geförderte Islamisierung sowie durch „illegale Migration“, wie es sogar inzwischen offiziell seitens der Kanzlerin heißt. Natürlich hat es den angereisten Sonn- und Feiertagsrednern nicht geschmeckt, vom malträtierten und überstrapazierten Volk mit Ablehnung empfangen zu werden.

Jetzt, wo man – wie auch so mancher Berufsrevoluzzer (Cohn-Bendit) – selbst zur Politikerkaste oder zu den sonstigen Etablierten der entstandenen Demokratur gehört, gelten all die früheren guten Ratschläge zum Aufbegehren nicht mehr.

 Verordnete Demonstrationskultur?

Sollen die Untertanen nach der zwangsverordneten Willkommenskultur etwa auch eine staatlich eingeforderte Demonstrationskultur an den Tag legen? Schmückendes Festtagsbeiwerk sein, am liebsten im Stile von autoritären Regimen, bei denen choreographisch eingespielte Menschenkontingente den Regierenden zujubeln?

Es mutet schon recht sonderbar an, wenn sich linke Presseorgane wie die „taz“ staatstragende Sorgen um die „Symbolik des 3. Oktobers“ machen, wenn sie unterstellend behaupten, den Dresdnern (Nicht etwa der Antifa!) „ist wesentlich Schlimmeres zuzutrauen“, als „Hass auf die Politiker herauszuschreien“.

www.taz.de/Kommentar-Rechte-Proteste-in-Dresden/!5340815/

Auf welche Weise darf in diesem Lande – sofern überhaupt – noch gegen die Regierung demonstriert werden? Anscheinend möglichst gar nicht und wenn, dann nur mit Schweigemärschen und gesenkten Häuptern? Soll vielleicht ein Verbot von Sprechchören und Trillerpfeifen gelten?„Kohl muss weg“ oder „Schröder muss weg“ waren vor einigen Jahren auch kein Problem.

Am diesjährigen Nationalfeiertag wurde hochrangigen Politikern in Dresden angeblich ein kurzzeitiges Spießrutenlaufen zugemutet. Die Gattin des sächsischen Wirtschaftsministers Dulig (SPD) soll dabei sogar in Tränen ausgebrochen sein.

Du meine Güte! Was ist das alles gegen die Erfahrungen von Belästigungen, Übergriffen, Misshandlungen und Überfällen, Gefahrensituationen, denen Bürgerinnen und Bürger als Folge der unkontrollierten Massenimmigration teilweise ständig ausgesetzt sind? Wo werden diesbezügliche schreckliche Erlebnisse und Eindrücke ebenso medial umfangreich präsentiert? All das leidvoll Erfahrene unmittelbar Betroffener, der vielen indirekt Beteiligten als (Ehe-)Partner, Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und Bekannte in ihrer ohnmächtigen Wut?

Rehabilitierung spätestens durch Geschichtsschreibung

Noch für jede Epoche hat die Geschichtsschreibung das Aufbegehren gegen Machthaber positiv dargestellt. Immer und zu jeder Zeit wurden Volkserhebungen nachträglich als legitimer Kampf gegen egoistisch und rücksichtslos Herrschende gesehen, als rechtmäßiger Widerstand gegen ein Unrechtssystem, das sich mit Unterdrückung und Ausbeutung an der Macht hielt.

Dieser Betrachtungsweise können sich in der neueren Geschichte selbst die durchaus fragwürdigen Maidan-Unruhen in der Ukraine erfreuen.

In der deutschen Nachkriegsgeschichte trifft eine entsprechende positive Sichtweise des Volksaufstandes und Widerstandes uneingeschränkt auf den 17. Juni 1953 zu sowie auf die Leipziger Montagsdemonstrationen vor der Wende 1989, wie sie seinerzeit auch als regelmäßige Massendemonstrationen in Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt, Magdeburg, Plauen, Arnstadt, Rostock, Potsdam und Schwerin stattgefunden haben.

Deshalb ist es interessant zu sehen, wie Bundestagspräsident Norbert Lammert den Sachverhalt des legitimen Dresdner Protestes zum diesjährigen „Tag der Deutschen Einheit“ in gerissener Politikermanier einfach auf den Kopf stellt.

Die dortigen lautstarken Demonstranten hätten kaum ein

„Erinnerungsvermögen daran, in welcher Verfassung sich diese Stadt und dieses Land befunden haben, bevor die deutsche Einheit möglich wurde”, so Lammert.

Als grotesk und bösartig abwertend ist dies zu bewerten! Gerade weil die hier lebenden Menschen ein Erinnerungsvermögen daran haben, welcher Unterdrückung und Bevormundung Teile der DDR-Bevölkerung bis zu 40 Jahren ausgeliefert waren, wollen die heutigen dort lebenden Menschen nicht in dieselben Verhältnisse zurückgedrängt werden!

Gelesen bei: http://brd-schwindel.org

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