US-Stratege: „Natürlich wollen wir einen Keil zwischen Deutschland und Russland treiben“

merkelputin

von Wilhelm von Pax

Wer die NATO-Politik in Ostmitteleuropa und inbesondere die US-Bemühungen in der Ukraine verstehen will, der kommt nicht umhin sich mit amerikanischer Geopolitik zu beschäftigen. In seltener Deutlichkeit tritt derzeit hervor: Die USA wollen bewusst Russland und Deutschland auf Abstand halten. Ein bekannter US-Stratege bestätigt dies nun erneut.

Was trennt Deutschland und Russland? Eine NATO-Mitgliedschaft, der Ukraine-Konflikt und ein cordon sanitaire aus osteuropäischen Zwischenstaaten – von Polen über Ungarn bis zum Baltikum. Was auffällt: Gerade diese Staaten stehen unter besonderem US-amerikanischem Einfluss. In den baltischen Staaten, egal ob Lettland oder Litauen, laufen seit nun zwei Jahren in steigendem Maße NATO-Militärmanöver.

Geübt wird für einen Konflikt mit Russland – auch mit Beteiligung der Bundeswehr. Auch Polen ist bekannt für seine enorm US-freundliche Außenpolitik. Dort fordert man immer noch Waffenlieferungen die Ukraine. Und in Washington gilt dieser Ring osteuropäischer, dem Westen zugeneigter Staaten immer noch als „New Europe“ in Abgrenzung zu Deutschland und Frankreich.

Dieses „New Europe“, weitaus proamerikanischer als unsereins, liegt ideell und geografisch zwischen Deutschland und Russland. Und diese Teilung hat mit dem Ukraine-Konflikt weiter zugenommen, wo Deutschland sogar die Forderung des US-Vizepräsident Joe Biden umsetzte und die EU zu Wirtschaftssanktionen gegen Russland zwang.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um dahinter eine geopolitische Strategie der USA zu erkennen. Schon der britische Geograf Halford Mackinder stellte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die sogenannte „Heartland-Theorie“ auf. Sein geflügeltes Wort:

„Wer über Osteuropa herrscht, beherrscht das Herzland. Wer über das Herzland herrscht, beherrscht die Weltinsel. Wer über die Weltinsel herrscht, beherrscht die Welt.“

Mit Herzland ist der Raum zwischen Deutschland und dem westlichen Russland gemeint, mit der „Weltinsel“ der eurasische Kontinent. Es geht also darum, dass es zwischen Deutschland und Russland einen historischen Raum gibt, dessen Beherrschung de Facto Weltherrschaft bedeuten würde und somit dem amerikanischen Vormachtanspruch entgegen steht. Diese britische Ur-Theorie der Geopolitik ist nach dem Fall des „Empire“ schlicht und ergreifend nach Washington gewandert.

Die Angst der USA vor einem „eurasischen Sicherheitsbündnis“ ist also wohlbegründet. Dessen Verwirklichung würde das atlantische imperiale Projekt übertrumpfen. Damit dies nicht geschieht liegt zwischen Deutschland und Russland, den zwei Hauptmächte des „Herzlandes“, ein Ring von kleineren Staaten, die allesamt von großem Interesse für die USA sind. Sie garantieren, ideell wie geografisch, eine enge Kooperation Deutschlands und Russlands. Der Ukraine-Konflikt hat diese Trennung befeuert.

Dass dies keine geografischen Hirngespinste sind, beweisen amerikanische Geostrategen jeden Tag aufs Neue. Schon vor einem Jahr gab der bekannte amerikanische Sicherheitsberater George Friedman bei einem Vortrag zu, dass es ein „US-Hauptziel seit einem Jahrhundert ist, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern.“

Nun bestätigte er die Aussage, die damals viel Aufsehen erregte, in einem Interview mit dem Monatsmagazin „Cicero“:

„Natürlich wollen die USA einen Keil zwischen Deutschland und Russland treiben. Es ist doch eine banale Erkenntnis, dass die Vereinigten Staaten ein Problem hätten, wenn deutsche Technologie und russische Rohstoffe zueinanderfänden.“

Die USA hätten offiziell kein Interesse an einer engeren Kooperation zwischen Deutschland und Russland.

Gelesen bei: http://brd-schwindel.org

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