Krisenvorsorge: Lebensmittel ohne Strom und Gas zubereiten

von aikos

Nicht nur Oma wusste es, sondern auch deren Oma und die Oma davor: jeder Haushalt sollte eine gut sortierte Vorratskammer haben.

Erst seit wenigen Jahrzehnten denken die Menschen, das nicht mehr nötig zu haben. Weil wir das für eine trügerische Selbsteinschätzung halten, haben wir vergangene Woche erklärt, wie ein Vorratslager aufgebaut wird und warum es eine unverzichtbare Notwendigkeit ist.

Was geschieht aber, wenn Strom und Gas ausfallen: Wie bereitet man die Lebensmittel in solchen Situationen zu? Diese Frage beantworten wir im Anschluss.

Strom ist (k)eine Selbstverständlichkeit

In drei von vier deutschen Haushalten kommen konventionelle Kochfelder zum Einsatz, 18 Prozent der Verbraucher kochen mit Induktion und sechs Prozent mit Gas. Ein Großteil der Bevölkerung ist also auch beim kochen auf Strom angewiesen.

Nur wenige Menschen können das Ausmaß ihrer Abhängigkeit von dieser Energiequelle richtig einschätzen. Erinnern Sie sich noch an den letzten Stromausfall?

So kurz er auch gewesen sein mag: Er hat ihren Tagesablauf mit Sicherheit aus der Bahn geworfen. Stellen Sie sich vor, der Strom fällt mehrere Wochen, Monate oder gar für unabsehbare Zeit aus. Wie würde Sie der Wegfall dieser Energiequelle treffen?

Licht erhalten sie von der Sonne – zumindest für einige Stunden pro Tag: im Sommer mehr, im Winter weniger. Doch ohne Solaranlage und Windräder können Sie daraus auch keinen Strom gewinnen.

Drei praktische Geräte zur Nahrungszubereitung

Der Herd funktioniert nicht und sie haben auch keine Solarzellen, Windräder oder andere Energiequellen, die Strom produzieren (Krisenvorsorge: Dauer-Stromausfall – Energie einfach und günstig selbst produzieren).

20db2caEs bleiben folgende Möglichkeiten:

  1. Esbit Spiritus Brenner: Dieser handliche Kocher kommt auf Trekkingtouren zum Einsatz. Auch in Krisenzeiten beweist er seine Stärke: Schnell ausgepackt und aufgebaut wärmt er Mahlzeiten auf, kocht Wasser oder bereitet Fertiggerichte zu. Sein Verbrauch hängt von der Außentemperatur, der Topfgröße sowie Kochmenge ab. Diese “Parameter” sollten bei jedem Kochvorgang optimiert werden (siehe nächster Abschnitt). Ein Liter Spiritus reicht im Regelfall für zwei Personen eine Woche lang aus. Übrigens: Besonders praktisch ist der Brenner in Kombination mit dem Esbit Spiritus-Trockenbrennstoff-Kochset – antihaftbeschichtet.
  2. Esbit Taschenkocher Groß: Dieser Helfer ist bei Wanderern rund um den Globus beliebt. Er wird mit Trockenbrennstoff betrieben und glänzt mit einer simplen Handhabung. Ein Trockenwürfel brennt bis zu 14 Minuten.
  3. Petromax Raketenofen: Weitaus teurer als die vorigen Kandidaten ist dieser
    Raketenofen; er bietet aber auch einen großen Vorteil in Krisenzeiten: Als Material nutzt er Holz – und das ist leichter erhältlich als Spiritus oder Trockenbrennstoff. Zudem bietet der Petromax mehr Stellfläche und Stabilität für größere Töpfe und Pfannen. Das Kochen fühlt sich hier nicht so sehr nach Improvisation und Notdürftigkeit an.

7ee7cdeWir empfehlen den Raketenofen, da er ohne konventionelle Brennstoffe auskommt und das Gewicht keine allzu wichtige Rolle spielt. Denn auch oder gerade in Krisenzeiten wird man vor allem zuhause kochen und nicht mehr als nötig unterwegs sein. Außerdem ist brennbare Biomasse (Holz, Tannenzapfen, Papier, etc.) in Krisenzeiten eher verfügbar als spezielle Brennstoffe.

Mahlzeiten optimieren & Ressourcen sparsam verwenden

Auch wenn Holz in Krisenzeiten reichlich zur Verfügung steht, ist der verschwenderische Umgang mit dieser Energiequelle leichtsinnig.

Bedenken Sie: In Krisenzeiten kümmert sich niemand um die Regeneration der Wälder. Kochen Sie nicht zwei Portionen Reis, sondern zehn Portionen. Viele Lebensmittel können Sie problemlos lagern und später kalt essen. Indem Sie mehrere Portionen auf einmal kochen, sparen Sie wertvolle Ressourcen.

Führen Sie auch eine Inventarliste über Ihre Vorratskammer und kochen Sie nicht nach Lust und Laune. Nutzen Sie alle verfügbaren Ressourcen und essen Sie möglichst variationsreich.

In Krisenzeiten ohne Vitaminverlust kochen

Die größte Gefahr einer Krisenzeit ist nicht die Lebensmittelknappheit per se, sondern der Nährstoffmangel: 2008 deckte ein Ergebnisbericht des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel und des Max Rubner-Instituts mehrere Vitaminmängel auf: Neun von zehn Deutschen leiden an einem Vitamin-D-Mangel (Die Wirkkraft von ultraviolettem Licht und hochdosiertem Vitamin D3), 80 Prozent an Folsäuremangel und jeder Zweite an einem Vitamin-E-Mangel. Man kann sich leicht ausmalen, dass die Mangelerscheinungen in Krisenzeiten um ein Vielfaches anwachsen werden.

Aus diesem Grund müssen Sie ohne Vitaminverlust kochen. Das erste Problem ist die Beschaffung von Obst und Gemüse:

Heute kaufen Sie es idealerweise bei einem Bauern lokal: der Transportweg ist gering, der Schadstoffgehalt niedrig oder nicht vorhanden. In Krisenzeiten haben Sie diesen Luxus nicht. Deshalb müssen Sie das Obst und Gemüse korrekt lagern und vor Licht sowie Temperaturschwankungen schützen. Tiefgefrorenes Gemüse ist ideal, da es einen Großteil seiner Vitamine behält – doch ein Stromausfall würde Ihren Vorrat zunichtemachen.

Bei der Zubereitung von Gemüse empfiehlt sich das Dämpfen: In einem Dampfkocher oder Bamboo-Steamer platzieren Sie das Gemüse auf einem Kochtopf mit Wasser; Wasserdampf steigt auf und gart das Gemüse schonend. Der Energieverbrauch dieser Zubereitungsart ist gering, jedoch verschwenden Sie Wasser.

Eine Alternative zum Dämpfen ist das Dünsten: Geben Sie das Gemüse in einen Topf, übergießen Sie es mit etwas Wasser oder Gemüsefond und lassen Sie es im eigenen Saft einige Minuten ziehen. Wichtig: Das Wasser muss sauber sein. Wenn das Leitungswasser abgestellt wurde, sollten Sie Ihr Wasser mit dem Katadyn Wasserfilter Combi Plus oder einem anderen Produkt zur Wasseraufbereitung reinigen.

Gelesen bei: http://brd-schwindel.org

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5 Kommentare zu “Krisenvorsorge: Lebensmittel ohne Strom und Gas zubereiten

  1. Joo, sind alles gute Varianten. Ich selbst habe so einen „Raketenofen“ heisst aber anders. Über das Vitaminreich kochen, da mach ich mir grad selbst Gedanken drüber, bin noch nicht bei einem guten Ergebnis angelangt…..ich bleibe dran

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      • schon länger fleischlos lebe ( bis auf wenige Ausnahmen, wenn mich die Erinnerungen mal bei den Krallen haben und ich partout ein halbes Hendl oder ein Sucht nach Rouladen und Co. habe….aber das kommt nur selten vor)
        Ich geniesse dann das Ganze, die Erinnerungen die nicht wirklich was mit Fleisch essen zu tun haben, also Fleischggeschmack usw., sondern ausschliesslich das Gefühl der Konditionierungen die mit Geschmack, Geruch, Erinnerungsbildern, abgespeichert sind. Vorher sich das Tier vorstellen ( so macht es der Piet immer ) sich bedanken dafür dass es in meinen Körper eingehen möchte, einfühlen ob von dem Tier ein Ja dazu gekommen ist, und erst dann essen oder aber auch nicht essen, je nachdem welche Rückmeldung gekommen ist.
        Ich mache das neuerdings sogar bei Honig auf dem Brot.
        Auch da bedanke ich mich bei den fleissigen Bienen für ihre supergute Arbeit.

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