Die Banken bereiten sich auf einen „wirtschaftlichen atomaren Winter“ vor

 

 

Spriha Srivastava

Die erste Hälfte von 2016 war eine Achterbahn für die Finanzmärkte. Eine Kombination aus Unsicherheiten, vom britischen EU Referendum bis zu Unternehmensgewinnen, die überall in der Region geringer waren als erwartet sind ein klares Zeichen, dass uns ein hartes zweites Halbjahr droht.

Insbesondere die europäischen Banken haben sechs sehr harte Monate hinter sich, nachdem der Schock und die Volatilität um den Brexit ihre Aktien nach unten schickten. Die Europäischen Grossbanken, wie die Deutsche Bank und Credit Suisse mussten miterleben wie ihre Aktien in den freien Fall gingen, als das Ergebnis verkündet wurde. In GB wurde die RBS am härtesten getroffen, deren Aktie seit dem 24. Juni um mehr als 30 Prozent nach unten ging.

Die momentane Untersicherheit darüber, wann die Briten den Austrittsprozess aus der EU beginnen werden hält die Banken auf glühenden Kohlen. Eine Quelle teilte CNBC nun mit, dass die Banken sich „auf eine wirtschaftlichen atomaren Wintersituation“ vorbereiten.

Unter Zusicherung der Anonymität angesichts der sensiblen Natur des Themas teilte die Quelle aus einer großen Investmentbank CNBC mit, dass sich die Finanzdienstleister eine Strategie zurechtgelegt hätten, die den Schlimmstfall miteinbezieht, der sich bis zum Ende dieses Jahres ereignen könnte.

„Das könnte bedeuten, das Artikel 50 ausgelöst wird, oder dass es in anderen Euopäischen Ländern Referenden gibt, was zu einem Ende der EU führen könnte, oder dass der Euro oder das Pfund auf 1,20 Dollar oder darunter fallen. Die Banken sind jetzt bereit für alles,“ sagte die Quelle.

Die Quelle erklärte ferner, dass die Herausforderung von 2016 nichts ist im Vergleich zu 2008 als Lehman Brothers kollabierte, da der Bankensektor dieses Mal sehr viel widerstandsfähiger ist. „Die Märkte hassen Unsicherheit und die Ereignisse diesen Jahres haben unglücklicherweise eine Menge Nebel erzeugt, der den Blick auf das Kommende versperrt.“

Währenddessen wurde die Warnung vor unsicheren Zeiten zum Standardthema der Berichte für das zweite Quartal. Von den Grossbanken bis zu den Minenbetreibern wie BHP Billiton und Glencore bis zum Automobilsektor haben die Unternehmen die Unsicherheit und Volatilität in den Märkten als Grund für schwache Ergebnisse angeführt und warnten, dass das zweite Halbjahr herausfordernd werden wird.

Aufgrund dessen hat eine Reihe von Banken angesichts der volatilen Natur von Aktien insbesondere im ersten Halbjahr ihre Risiken bei diesen Wertpapieren reduziert. Diesen Monat hat Goldman Sachs im Rahmen seiner quartalsweisen Bewertung die gehaltenen Aktien abgwertet auf „Untergewicht“ und merkte dabei an, dass ihre weltweiten Wertpapiere nun am oberen Ende seines „Fat and Flat“ [fett und flach, d.R] Spektrums liegen.

„Die zweite Jahreshälfte wird sehr herausfordernd werden für unsere britischen Unternehmen,“ teilte der führende Markanalyst von OANDA Craig Erlam NBC per E-Mail mit. „Es gibt die Möglichkeit einer Rezession in GB und einer weiteren wirtschaftlichen Verlangsamung, die Planngen für die Zukunft werden aufgrund der Unsicherheiten wegen des Brexit ein sehr schwieriges Unterfangen.“

Erlam erklärte auch, dass eine Reihe von Unternhemen eine Weile nicht wissen werden, wie die Zukunft ihrer Aktivitäten in GB aussehen werden.

„Ich kann mir vorstellen, dass viele davon bereits Pläne ausarbeiten, um ihre Unternehmen ins Ausland zu verlegen, falls Großbritannien den Zugang zum gemeinsamen Markt verlieren sollte. Mit Unternehmen, die weniger wahrscheinlich investieren werden und einer möglichen Rezession, sieht es gar nicht gut aus für die zweite Hälfte des Jahres, was insbesondere für Unternehmen gilt, die in GB eine hohe Risikostruktur haben.“

Während die Herausforderungen weiter lauern sagten einige Analysten, dass es wichtig sei für Unternehmen mit ihrem Geschäft weiter zu machen.

„Ich denke, das Hauptproblem für die zweite Jahreshälfte ist die Unsicherheit aufgrund des Brexit, obwohl das ganze noch mindestens zwei Jahre dauern wird, weswegen ich denke, dass die Unternehmen wahrscheinlich die Ärmel hochkrempeln und mit ihrer Arbeit weitermachen,“ sagte Laith Khalaf, der leitende Anlyst von Hargreaves Landdown CNBC per E-Mail.

Khaif erklärte, dass die Herausforderungen bleiben werden, dass es aber auch wichtig ist für die einzelnen Industrien, etwa Banken und Versicherungen, dass sie auf ihre Liquidität achten und „die Risikostruktur verringern und ihre Geschäftsmodelle vereinfachen.“

Gelesen bei: http://inselpresse.blogspot.de

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