Die Welt brennt: Terroranschläge, Amokläufe, Finanzkrisen, Klimawandel…Die vielen Gesichter der Angst!

Die Welt brennt: Terroranschläge, Amokläufe, Finanzkrisen, Klimawandel...Die vielen Gesichter der Angst!

Die Angst ist ihr ständiger Begleiter.
Sie ist in ihren Köpfen.
Sie lässt die Leute misstrauisch und vorsichtig werden.
Sie verändert die Art und Weise, wie sie die Welt sehen.
Wie sie mit anderen umgehen. Wie sie leben.

Der Terror wird immer mehr zum Alltag!

Europa-brennt-Angst

Unbegründete Furcht?

Allgegenwärtig ist es die Furcht vor zwei Wörtern. Allahu akbar. Gott ist groß. Sprengstoff. Terror. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Anschlags zu werden, liegt bei etwa eins zu 27 Millionen. Trotzdem hat man mittlerweile ein mulmiges Gefühl, wenn man auf einem Platz voller Menschen steht, oder ein Mann mit dunkler Hautfarbe und Rucksack in die U-Bahn einsteigt. Angstforscher Borwin Bandelow erklärt, das Vernunftgehirn habe längst verstanden, dass die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist, Opfer eines Anschlags zu werden. “Auf der anderen Seite gibt es aber ein Angstsystem in unserem Gehirn, das sehr einfach gestrickt ist. In etwa wie das eines Huhns.”

Und dieses Angstsystem redet einem Restzweifel ein. Was ist, wenn der Mann wirklich ein Terrorist und in seinem Rucksack eine Bombe ist? Und schon hat man ein seltsames Gefühl. Menschen mit dunkler Hautfarbe bekommen das täglich zu spüren. Der aus Jerusalem stammende Ashraf erzählt uns, dass er selbst keine Angst habe, aber: “Die Österreicher haben wegen meiner Hautfarbe Angst vor mir.”

Medien-Panikmache

Bandelow meint, man müsse lernen, die Angst auszuhalten, und versuchen, mit dem Vernunftgehirn gegen die Furcht vorzugehen. Denn statistisch gesehen ist es immer noch sehr unwahrscheinlich, dass man bei einem Terroranschlag stirbt. Viel eher kommt man bei einem Haushalts- oder Freizeitunfall ums Leben.

Und noch ein Tipp vom Experten: Einfach einmal keine Nachrichten schauen. “Es schadet keinem, wenn er sich mal eine Auszeit nimmt und sagt: ?Ich will das alles nicht mehr hören.’” Auch Brigitte Lueger-Schuster, Psychotraumatologin an der Universität Wien, ist der Meinung, dass Menschen sich an Konfliktsituationen gewöhnen. Trotzdem rät sie jedem, der sich von den schlechten Nachrichten erschlagen fühlt, “nicht pausenlos im Internet und Fernsehen nachzuschauen, ob wieder was passiert ist und sich nicht darauf zu fokussieren, was als nächstes passiert”.

Mangelnde Medienkompetenz

Über die Sozialen Medien wie Facebook oder Twitter verbreiten sich verzerrte Bilder der Realität besonders schnell. Quellen, die man als glaubwürdig einstuft, sind es oft nicht. Der Kommunikationswissenschaftler Friedrich Hausjell macht das Bildungssystem dafür verantwortlich: Man habe es versäumt, Medienkompetenzen zu vermitteln, mit denen man die Glaubwürdigkeit der Quellen beurteilen kann.

Er hat den Eindruck, “dass die Menschen, die sehr viel in den sozialen Medien unterwegs sind, tendenziell die unglücklicheren Menschen sind”. Die 45-jährige Helen aus Zürich, die wir beim Wiener Rathaus zum Thema Angst befragen, bestätigt die These und sagt: “Durch Social Media wird man aufgewühlter und auch aggressiver.”

facebook-hasskommentare

“Zuspitzungen, wo innerhalb weniger Tage oder Wochen viele angsteinflößende Ereignisse passieren, sind wirklich nichts Neues”, meint Hausjell. “Wenn man die Zahl der Opfer bei Terroranschlägen in Europa mit solchen im Irak oder anderen arabischen Staaten vergleicht, ist diese sehr niedrig. Auch in den Siebziger- und Achtzigerjahren waren deutlich höhere Opferzahlen aufgrund des Terrors zu registrieren.”

Aber warum haben wir dann den Eindruck, dass heute mehr passiert als früher?

“Das hat mit den veränderten Medienverhältnissen zu tun”, sagt der Experte. Mustafa, ein 34-jähriger Kebapstandler am Gürtel, meint dazu: “Die Leute werden von den Medien manipuliert. Ich bin schon lange nicht mehr auf Facebook.”

Nur den Medien kann man aber auch nicht die Schuld geben. Schließlich erfüllen sie die Wünsche des Publikums. “Die Leute sind richtig sensationsgeil”, sagt Helen. Ihre Tochter schaut keine Nachrichten mehr. “Überhaupt nichts mehr zu lesen, halte ich nicht für eine sehr kluge Entscheidung”, sagt Hausjell. “Es ist zwar verständlich, aber man sollte sich in der Medienwelt genau umsehen und sich mit den Medien beschäftigen, die nicht mit der Angst spielen, sondern versuchen, möglichst gute Aufklärung zu schaffen.”

Falsche Helden und unfreiwillige Helfer

Alle Menschen, die wir in Wien befragt haben, sind überzeugt: Presse und Fernsehen manipulieren die Leute durch die großteils negative Berichterstattung. Sie schüren Ängste und Hass und verhindern eine objektive Sicht auf die Wirklichkeit. Gernot aus Wien, den wir im Rathauspark treffen, macht sich darüber auch Gedanken: “Wenn ständig negatives Bewusstsein durch die Medien geschaffen wird, dann wird das auch in der Realität manifestiert.”

medien-propaganda

Und Tina, eine 25-jährige Mutter, stört es, dass “psychisch kranke Menschen als IS-Kämpfer heroisiert und als Helden dargestellt werden. Das ist genau das, was von denen bezweckt wird. Man sollte sie vielmehr als arme Würstchen darstellen.” Auch der Kommunikationswissenschaftler Hausjell fordert eine “zurückhaltende Abbildung der Täter, damit man als Medium nicht zum unfreiwilligen Helfer der Terroristen” wird. Gerade bei Amokläufen könnten Nachfolgetaten durch starke Berichterstattung provoziert werden.

Als wäre nichts gewesen

Brigitte Lueger-Schuster meint, man solle Orte oder Aktivitäten nicht aus Sorge meiden. “Wenn unser normales Leben zum Erliegen kommt und wir Angst haben, dass dauernd was passieren könnte, dann haben die Terroristen ihr Ziel, eine permanente Schockstarre zu erschaffen, erreicht”, erklärt die Psychotraumatologin.

Die meisten Menschen, mit denen wir gesprochen haben, leben ihr Leben aber ohnehin, wie sie es immer schon getan haben. Die Furcht kann sie offenbar von nichts abhalten. An der U-Bahn-Station Josefstädter Straße treffen wir dann aber die Studentin Karin, die im Winter den Weihnachtsmarkt meidet. “Weil ich bei so großen Menschenansammlungen ein mulmiges Gefühl habe.”

Obwohl sie sich sicher sind, dass es zu einer Eskalation kommen wird.

Angst vor Krieg

Sei es ein dritter Weltkrieg, die Spaltung der Gesellschaft oder weitere Anschläge.

Auch in Österreich!

 Die Angst, so unbegründet sie vielleicht auch sein mag, sie ist eben doch allgegenwärtig.

Gelesen bei: http://alpenschau.com

Advertisements

Ein Kommentar zu “Die Welt brennt: Terroranschläge, Amokläufe, Finanzkrisen, Klimawandel…Die vielen Gesichter der Angst!

  1. Pingback: In der Ruhe liegt die Kraft! Wake News Radio/TV | Mywakenews's Blog

Laß es raus

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s