Eine recht kurze Verhandlung

freiwillige-gerichtsbarkeit

von Alexander Berg

Gerade rief mich der Kollege aus Gelsenkirchen an. Ich hatte es bei ihm mit über sieben, fast unterschiedlichen OWis zu tun, die zunächst durch entsprechende Anträge auf gerichtliche Entscheidungen ins Leere liefen – also nicht bearbeitet wurden.

Irgendwann kam dann eine Einladung vom Gericht wegen abgelaufener TÜV-Plakette. War oben auch dabei gewesen. So verfasste ich ein entsprechendes Schreiben, was der Kollege jedoch nicht wegsandte, weil ein anderer ihm sagte, das es ja mit „SEPA“ bezahlt werden könne.

Mein Kollege ist dann doch zur Verhandlung gegangen. Als er aufgerufen wurde, setzte er sich hin.

Er:

Bitte legitimieren Sie sich als ein staatlicher Richter. Mein Name ist Jürgen-Peter, den Namen haben mir meine Eltern gegeben und meine Person liegt beim Einwohnermeldeamt. Ich bin ein Mensch. Das OWiG ist seit 2007 aufgehoben und ich habe bei der TÜV-Stelle bereits mehr für die Plakette bezahlt, als es eigentlich kostet.

Vorsitzender:

Haben Sie sonst noch etwas zu sagen?

Er:

Nein.

Vorsitzender:

Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

Das war es dann. Man wartet wohl auf uns, meinte mein Kollege gerade am Telefon. Im Hintergrund hatten fünf Polizisten gesessen, die alle ganz komisch geschaut haben.

So ist das auch gut ausgegangen.

Gelesen bei: http://brd-schwindel.org

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