Sommer 2016: Exodus von „biblischem Ausmaß“ – Europa erwartet Afrika

Das Flüchtlingscamp Dadaab in Kenia, das größte der Welt, wird geschlossen.

Die Schließung der kenianischen Lager ist beschlossen. Rund 600.000 Menschen verlassen Kenia. Ihre Heimatländer sind bekannte Krisengebiete und selbst überlastet. Der Weg übers Mittelmeer nach Europa scheint die einzige Hoffnung. Weitere der afrikaweit rund 15 Millionen Flüchtlinge werden sich ihnen möglicherweise anschließen. Kenias Nachbar Uganda warnt bereits vor den Massen, die da kommen.

Noch versucht die EU ihr Nahost-Flüchtlingsproblem mit dem umstrittenen Deal mit dem türkischen Präsidenten Erdogan in den Griff zu bekommen, schon droht die neue Migrationswelle aus Afrika. Die Massen scheinen noch weit und der Schutz der Grenzen zur Balkanroute priorisiert.

Doch der Sommer kommt und mit ihm kommen die vor Armut und Gewalt flüchtenden Menschen des völlig überforderten afrikanischen Kontinents. Im Gegensatz zu Mitteleuropa, haben die Länder im Süden Europas einen offenbar realistischeren und dringlicheren Blick auf die aktuellen Ereignisse in Afrika und ihre zu erwartenden Folgen.

HIV, TB, Cholera und Superbugs

Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ berichteten über einen Artikel des Internetjournals „New Eastern Outlook„, welches vom Institut für Orientalische Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben wird. Darin berichtete der freie Journalist und Geopolitik-Analyst Martin Berger darüber, dass besonders Italien bereits begriffen habe, dass seine Wirtschaft durch die afrikanische Migrationswelle kollabieren könnte.

Ebenso schreibt Berger, dass Gesundheitsexperten im Gespräch mit der britischen „Daily Mail“ davor warnten, dass mit den Migranten aus Afrika auch Krankheiten wie HIV (Aids), Cholera und Tuberkulose kommen können. Auch mit sogenannten Superbugs, also Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent geworden sind und daher kaum noch behandelt werden können, muss gerechnet werden. Die EU müsse bei den Ankömmlingen deshalb Gesundheitschecks vornehmen.

„Exodus biblischen Ausmaßes“

Eine der großen italienischen Zeitungen, die Mailänder „Il Giornale„, berichtete, dass im August und September mit mindestens einer halben Million Migranten aus Kenia zu rechnen sei. Diese würden versuchen, über das Mittelmeer zu Italiens Küsten zu gelangen. Dabei gehe es um einen „Exoudus biblischen Ausmaßes“.

Anfang Mai kündigte Kenia die Schließung von Flüchtlingslagern mit mehr als 600.000 Menschen an, unter anderem Dadaab, das größte Flüchtlingscamp der Welt. Dort seien Menschen für mehr als 25 Jahre beherbergt worden.

Bis spätestens November wird das Lager aufgelöst. Die Entscheidung sei endgültig, so Kenias Innenminister Joseph Nkaissery, berichtete der kenianische „Standard“ aus Mombasa. Angegeben wurden „Sicherheitsgründe“ wegen Aktivitäten der islamistischen somalischen Terrorgruppe Al-Shabaab in den Lagern, so das Innenministerium in Nairobi.

Jetzt warnte Kenias westlicher Nachbar Uganda vor den Massen. Dessen Außenminister, Kahamba Kutesa, kündigte die Auswanderungswelle aus Kenia bereits an, was die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR bestätigte.

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